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Time: 2012-02-22 15:25:49
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<b>
Hammer, Meißel, Pinsel, PD...</b><br>

<br>

Gerade das 20. Jahrhundert hat dem Kunsthandwerk - so scheint es zumindest -
den Garaus gemacht. Readymade, Punk, Amateurismus und der Kollaps der
ehernen Grenzen zwischen E und U haben eine Ausgangssituation generiert, die
bestenfalls mit den Begriffen "polykontexturell" oder "pluralistisch"
beschrieben werden können. 
Nun tritt gerade in den Bereichen der elektronischen bzw. digitalen Kunst 
zunehmend ein KünstlerInnentyp auf, der/die zumindest teilweise als ProgrammiererIn 
charakterisiert werden kann.
Jeder, der jemals versucht hat, PD nur einen Ton zu entlocken, weiß, was
gemeint ist. Ist hierin ein Rückgang zu sehen oder bloß eine Verschiebung
der Perspektiven? 
Muss die/der digitale KünstlerIn ProgrammiererIn sein oder - provokant gefragt - 
"hält" sich in Zukunft die kunstschaffende Person technisch versierte Angestellte, 
ähnlich wie in mittelalterlichen Werkstätten? 
Und: Haben wir es mit einer Renaissance der Techné zu tun?