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Hammer, Meißel, Pinsel, PD...


Gerade das 20. Jahrhundert hat dem Kunsthandwerk - so scheint es zumindest - den Garaus gemacht. Readymade, Punk, Amateurismus und der Kollaps der ehernen Grenzen zwischen E und U haben eine Ausgangssituation generiert, die bestenfalls mit den Begriffen "polykontexturell" oder "pluralistisch" beschrieben werden können. Nun tritt gerade in den Bereichen der elektronischen bzw. digitalen Kunst zunehmend ein KünstlerInnentyp? auf, der/die zumindest teilweise als ProgrammiererIn? charakterisiert werden kann. Jeder, der jemals versucht hat, PD nur einen Ton zu entlocken, weiß, was gemeint ist. Ist hierin ein Rückgang zu sehen oder bloß eine Verschiebung der Perspektiven? Muss die/der digitale KünstlerIn? ProgrammiererIn? sein oder - provokant gefragt - "hält" sich in Zukunft die kunstschaffende Person technisch versierte Angestellte, ähnlich wie in mittelalterlichen Werkstätten? Und: Haben wir es mit einer Renaissance der Techné zu tun?